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"Ein Hieb, ein Schrei, das königliche Genital ist tot". Die Vorhaut des Königs und andere 'Texte für's Theater': Der (Bühnen-)Autor Andre Sokolowski 

www.andre-sokolowski.de

Von Mone Hartman (www.mone-hartman.de)

Theaterstücke mag ich am liebsten auf der Bühne, umgesetzt in ein Spiel, zum AnSchauen, ein SchauSpiel, so oder ähnlich - dass ich ein Theaterstück lese, ohne den konkreten Besuch einer Aufführung desselben geplant zu haben, ist eher selten: "Die Vorhaut des Königs", jüngstes Werk des bei Berlin lebenden Theater- und Hörstückeschreibers Andre Sokolowski, ist eine seltene Ausnahme. Seitdem warte ich gespannt auf die Möglichkeit, die Aufführung dieses - oder eines anderen- Sokolewski-Stücks auf der Bühne erleben zu können, und bin mir sicher, dass es zahlreichen Theaterfreunden ähnlich ergehen wird: Deshalb hier meine Empfehlung der "Texte für's Theater", zu finden auf der Website von Andre Sokolowski.

Die Seite an sich ist ziemlich gelb und unspektakulär (das Spektakel eben lieber auf der Bühne, denk' ich), die Struktur ist übersichtlich und der Inhalt konzentriert sich auf das Wesentliche: Neben knappen Informationen zu Biographie und Werdegang bietet Sokolowski Exposées und Leseproben zu sämtlichen von ihm verfassten Stücken; einige Texte sind komplett online vorhanden. Besonderer Service: Bei Interesse können Leseexemplare direkt beim Autor angefordert werden (siehe unter "Kontakt").

"Schräg", "grotesk" und durchaus "eigen" - das sind die Begriffe, die mir bei Lektüre der Sokolowski-Texte spontan einfallen - als Charakteristika nicht nur für den Inhalt der Stücke: Die Sprache zeugt gekonnt von kreativer EigenArt. Das Online-Magazin "Kultura-Extra" urteilt: "Sokolowskis Bühnensprache ist oftmals eine kuriose Mischung aus gestelzt pathetischer Kunst - und neologistischer Fäkalsprache".

Was den Inhalt betrifft, scheint Sokolowski nicht ausschließlich, aber hauptsächlich getriggert zu werden von Themen deutscher Kultur und Geschichte; einige Beispiele: Um den Selbstmord von Klaus Mann geht es in "Klaus Mann stirbt"; Bruchstücke aus 49 Jahren DDR werden in "Krethi und Plethi" auf die Bühne gebracht; auf Lessings Nathan bezieht sich Sokolowski in "Whirlpool. Nach der Schlacht", und das Schauspiel "Schopenhauer als Homunkulus. Asteroid" hat mit Schopenhauer überhaupt nichts zu tun: "obgleich ein Hund, irgend so ein Scheißpudel, mitspielt" (Zitat aus dem Exposé). "Isoldes Liebestod", ein Kammerstück, das 1998 für den Dramatikerpreis der Hamburger Volksbühne nominiert wurde, spielt zur "Zeit des Untergangs - die Welt ist aus den Fugen: München, Stadt der Reichen und der Schönen, wird mit einem Mal von armen Schluckern, hässlichen Gestalten heimgesucht". "Pornoszene", 1990 unter der Regie von Willi Thomczyk am Theater Kohlenpott in Herne uraufgeführt, erzählt von 'SiebenVierzigElf', der Ex-Staatschefin eines diktatorischen Regimes, die nach "Sturz und Wende" ihre alten Leibgardisten zu geldbringenden Porno-Darstellern umdressieren will - was die Leibdiener dazu bringt, "die feigste aller Abschaffungsideen" gegen 'SiebenVierzigElf' zu schmieden...

In Sokolowskis neuestem Werk, der Historie "Die Vorhaut des Königs", geht es um den Preußenkönig Friedrich II.; tief geprägt davon, dass er mit ansehen musste, wie sein eigener Vater seinen Liebsten (Katte) köpfen ließ, 'mutierte er zum größten aller Feld- und Kriegsherren in der preußischen Geschichte'. Das Stück handelt von ‚seinen milden Frauen, seinen treuen Hunden und seinem unterdrückten Sexus'. Die Vorhaut des Königs: Ein Staatsproblem, weil zu eng & schmerzhaft entzündet, Verkehr und Kinder-Zeugen ein Problem. "Ein Hieb, ein Schrei, das königliche Genital ist tot. Es lebe das Geschlecht des Königs!" - Am Ende des Stücks sieht man Friedrich II. bemerkenswert verwandelt… -

Das Online-Magazin Kultura-Extra urteilte: "Seine Theatertexte und Hörstücke sind Grotesken, Ausfälle und Ausfälligkeiten. [...] Heftig, schrill und bitter geht es zu in diesen szenischen Fantasien. [...] Sokolowskis Stücke überzeugen gerade da, wo sie sich selbst nicht allzu ernst nehmen" - Ich schließe mich an.

Andre Sokolowski, geboren 1959 in Gera, Studium am Institut für Literatur "Johannes R. Becher", Leipzig; 1990 Bühnendebüt mit ‚Pornoszene' am Theater Kohlenpott, Herne; diverse Stipendien: 1991 Stipendiat der Dramatikerwerkstatt für das Kinder- und Jugendtheater an der Bundesakademie, Wolfenbüttel; 1993 Förderstipendium der Literaturstiftung Ruhrgebiet, Gladbeck; 1996 Arbeitsstipendium des Thüringer Ministeriums für Wissenschaft, Bildung und Kultur; 1996/97 Regiehospitanzen bei Andreas Homoki und Konstanze Lauterbach (Oper und Schauspiel Leipzig); derzeit Autor beim Bernd Bauer Verlag, Berlin, sowie beim ‚stückgut' Bühnen- und Musikverlag, München.

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