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Wie schreibe ich eine gute Kurzgeschichte? 

  Jack M. Bickhams neu erschienenes Buch Short Story

Rezensiert von Rüdiger Heins

 

 

Es ist immer dasselbe: Eine gute Idee für eine Geschichte, die Haupt- und Nebenfiguren sind vorhanden, der Handlungsort auch und dann die innere Botschaft: "Darüber könnte ich doch eigentlich einmal eine Kurzgeschichte schreiben!"

Doch oftmals scheitert dieses Vorhaben an den Grenzen des allgegenwärtigen weißen Blattes. Es bleibt bei der guten Idee, die fürs Erste vertagt wird, und was noch viel schlimmer ist: das weiße Blatt bleibt weiß, es sei denn, ein Kaffeefleck hat sich darauf ausgebreitet, ein eher unbeabsichtigtes Nebenprodukt literarischen Schaffens (oder Grübelns?), aber immerhin. 

In seinem Buch Short Story zeigt Jack M. Bickham, wie es Autorinnen doch noch gelingt, aus einer verdammt guten Idee auch eine verdammt gute Kurzgeschichte zu machen. Bickham, der zu Beginn seiner literarischen Laufbahn selbst unzählige Short Storys geschrieben und auch publiziert hat, ist einer von jenen Autoren, die wissen, über was sie schreiben. Bisher hat er fünfundsiebzig Romane veröffentlicht, als Professor an einer journalistischen Fakultät gearbeitet und so ganz nebenbei noch sechs Lehrbücher über die Kunst des Schreibens verfasst. Bickham ist also einer, der weiß, wovon er spricht. Die Komponente des Lehrers und des Autors ist, insofern es ich um einen guten Lehrer und einen guten Autoren handelt, natürlich für die lesende Schülerin und Autorin mit einem Sechser im Lotto zu vergleichen. 

Beim Lesen des Buches entsteht fast der Eindruck, dass Bickham durch die Zeilen seines Textes die Autorinnen bei der Hand nimmt und sie Schritt für Schritt in die Welt der Short Story begleitet. Dabei beginnt Bickham mit kleinen Schritten, wie etwa der Erstellung eines funktionellen Arbeitsplanes, der natürlich für den kontinuierliches Verlauf einer Short Story unabdinglich ist. Auch das Kapitel der "Selbsterforschung" ist ein Fundament, auf dem sich Autorinnen bewegen (müssen), damit sie sich darüber im Klaren sind, weshalb sie gerade welche Kurzgeschichte zum gewählten Thema schreiben. 

Zu den tragenden Elementen seiner handwerklichen Anregungen zählt auch das (in einigen Autorinnenkreisen als überholt geltende) Karteikartensystem. Systematisch erklärt Bickham, die Nützlichkeit dieses Systems, das der Autorin dabei behilflich ist, kreative Ordnung ins ungeordnete Chaos zu bringen. Figuren, deren individuelle Charaktere, das Setting (Handlungsorte) Szenen und viele andere Elemente eines Erzählrahmens werden am Beispiel des Karteikartensystems katalogisiert und letztendlich auch auf deren Nützlichkeit für das Textprojekt analysiert. 

Jedes Kapitel ist mit der Aufforderung versehen, die theoretischen Vorgaben in praktische Erkenntnisse umzusetzen. So wird Bickhams Short Story nicht nur zu einer theoretischen Anleitung, sondern zu einem nützlichen Handwerkszeug, das gleichzeitig als Bauanleitung für eine eigene Kurzgeschichte zu verstehen ist. Ein weiteres Element zur Gestaltung einer Short Story ist die Überprüfung der einzelnen Schritte, die eine Autorin bereits in ihrer Textkulisse zurückgelegt hat, auch hie gibt Bickham Anregungen zur Evaluation, wie es in der Fachsprache so schön heißt. 

Die Autorin bewertet anhand der Fragen, die ihr vor jedem Kapitel vom Autor gestellt werden, ob die denn auch ihr Ziel erreicht hat. Am Ende des Buches bleibt dann nicht mehr der Frust des weißen Blattes, sondern das Wohlgefühl, es nun doch endlich geschafft zu haben. Dieses so genannte Durchbruchserlebnis könnte der Anfang für den Wunsch nach mehr sein. Ob es die Absicht Bickhams ist, seine lesenden Schülerinnen zu süchtigen Kurzgeschichtenautorinnen zu machen, bleibt offen. Aber den Anspruch die Kunst des Geschichten Erzählens transparent zu machen, hat Bickham erfüllt.

Jack M. Bickham: Short Story
Zweitausendeins 
ISBN 3-86150-462-6 

Rüdiger Heins ist Autor und Dozent für Creative Writing am INKAS Institut für Kreatives Schreiben in Bad Kreuznach. Weitere Informationen über den Autor dieses Beitrages erhalten sie in den Websites: www.ruedigerheins.de  www.inkas-id.de 

Übersichtsseite Kreatives Schreiben

 

 

 

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