Slam-Poetry

Suche
Impressum
Presseberichte


Willkommen

Übersicht

Virtuelle Pressestelle

 

Literatur im Netz

Eingangsseite

Magazine

Projekte

Autoren

Schreiben

Theorie

Rezensionen

Literatur-Foren

Webringe

Weitere Linklisten

Adressen

Magazin
Übersicht
Literaturführer
juh's Satire
Rezensionen
Surftipps
Artikel
Literarische Salons in Berlin
Die besten Surftipps für Berlin-Besucher
Buchtipps
 

Erosa

Aktuelle Ausgabe

Hinweise für Autoren

 

Tagebau

Der Tag im tage-bau

Das Buch

Archiv

Anmelden

Info

 

Berliner Künstler

Pablo Reese von Lichtenberg

Archiv

  

Interaktiv

Newsletter

Mailingliste

Chat (Mo 20:00)

Webcam

Suchen

Downloads
(MP3, EBooks, Interviews) 

  

Die Herausgeber

Sabrina Ortmann

Enno Peter

  

Über uns

Impressum

Virtuelle Pressestelle

Presseberichte

Werben im 
BerlinerZimmer 

  
SMILE!
  

„Literatur goes Videoclip“ - Der Slam-Poet im Wohnzimmer 

Christiane Oltmanns über eine neue Entwicklung aus der Spoken-Word-Szene 

Bizarr-surreal zusammengebastelte Kronenleuchter baumeln von einer sehr hohen Decke herab. Vorn strahlt eine giftgrün unterlegte Riesenleinwand und hinten, an der Theke drängelt sich das wie gewohnt wuselige und unaufmerksame Berliner Szene-Publikum.

Jetzt erscheint ein junger Mann auf der Leinwand, welcher ein Bündel rohen Fleisches zu besprechen scheint, das er behutsam in den Händen hält. Es handelt sich um Stephan Porombka. Er spricht vom Duft der Frauen und auch von anderen Düften und er spricht gut, wenn auch nicht grade über ein neues Thema, Aber was gibt es schon wirklich noch Neues in pop-post-moderner Zeit für die Literatur, so im allgemeinen... Das Medium aber, über das er hier spricht (oder sollte man „ sogar das Genre“ sagen?) ist brandneu - oder zumindest neu für die uralte Dame Poesie: Poetry-Clips; gesprochene Wörter gefilmt.  

Der Dichter mit dem Fleischbündel da vorne erinnert dabei ganz entfernt an Hugo Ball im seinerzeit Züricher Cabaret Voltaire, als er im dadaistischen Kostüm seine „Karawane“ vortrug. „Man riecht es, wenn man riechen kann...“ wiederholt Porombka mehrfach und ich möchte mich am liebsten anschließen und vermuten, ja, es hängt etwas in der Luft, der Duft eines epochemachenden Events, der Odem neu zu schreibender Literaturgeschichte, doch ganz sicher bin ich mir nicht... 

Bei den Poetry-Clips Volume 1 von Spoken Word Berlin, die am 8. März im Bastard / Prater in Berlin vorgestellt wurden, handelt es sich um den Versuch einer neuen Präsentations-Form. Die sonst spontan und performativ dargebotene, zumeist nicht schriftlich fixierte Lyrik und Prosa der Berliner Slammer wurde hier auf ein festes Medium gebannt. Die Protagonisten sprechen ihre Wörter nun nicht mehr ultra-expressiv und absolut einmalig, unwiederholbar zu uns, wie auf den lustigen, tatsächlich immer ein wenig dadaistisch oder beatnik-mäßig anmutenden Slams, sondern jetzt jederzeit abrufbar auf DVD; man kann den Slam-Poeten für´s Wohnzimmer kaufen. Nach der Veranstaltung am DVD-Tisch und auch im gutsortierten Fachhandel für rund 15 Euro. 

Die ästhetische Spannbreite des Dargebotenen ist groß; von Pril-blumig-op-Artig eingepackter Rezitation „Geheime(r) Botschaften“ der (auch im dickeren Buchformat) bereits etablierten Autorin Tanja Dückers, über die filmisch doch sehr Viva-ähnlichen, wenn auch inhaltlich wiederum ganz unterschiedlichen Clips von Mind-J Jizum und Boris Preckwitz und die putzige sepia-getönte Politsatire des potentiellen Bonn-Angreifers Sebastian Krämer bis zum sprachlos-inhaltsfreien Geräusch-Rap eines „Mr. Beatbox“, der zwischen den Clips live die Bühne betritt. Die vielfältigen Elemente der Slam-Szene; Comedy, Rap, Rezitation amüsieren und inspirieren.  

Wohlgemerkt: Volume 1; weitere sollen also folgen. Die Szene etabliert sich, fixiert ihre hippe Mündlichkeit, dokumentiert ihre Blütezeit, der zukünftige Poetry-Clip-Konsument wird feste sammeln können. Die Frage ist nur, ob diese poetische Wieder-Verwendbarkeit dem Konzept der Spoken-Words nicht rezeptionsästhetisch gänzlich zuwiderläuft. Um die Jugend(taug)lichkeit des neuen Genres zu überprüfen, habe ich die Clips auch im Unterricht gezeigt; einer der schlausten Schüler aus meinem Deutsch-Kurs Klasse 12 schrieb auf den Feedback-Bogen: „Ganz lustig, obwohl ich mir niiiee die DVD kaufen würde!!!“ 

Mehr unter: www.spokenwordberlin.net und: www.poetry-clips.net

Poetry Clips bei Amazon bestellen.

Titel: Poetry Clips (Vol. 1) Autor: Wolf Hogekamp und Bas Böttcher (Hrsg.) Spielzeit: 100 Minuten Buchhandel: ISBN: 3-938424-02-8 Tonträgerhandel: Alive Best.Nr.:6401149

Beteiligte Autoren: Sebastian Krämer, Claudius Hagemeister, Boris Preckwitz, Tracy Splinter, Timo Brunke, Wolf Hogekamp, Tobias Herrmann, Kristoffer Keudel, Bas Böttcher, Toby Tiger, Till Müller-Klug, Sebastian 23, Mind-J Jizum, Tanja Dückers, Stephan Porombka, Jan Off, Felix Römer, Bob Holman.

 

  

VERLAG

Sabrina Ortmann: Eine Einführung in Geschichte und aktuelle Entwicklung der digitalen Literatur

Mein Pixel-Ich

tage-bau.de: Ein literarisches Online-Tagebuch: Mein Pixel-Ich.
Das Buch vom Leben im Netz

Literaturführer Berlin



Newsletter


Mailingliste


Suchen


Buch 
des Monats

Handbuch deutschsprachiger Literaturzeitschriften

Handbuch deutschsprachiger Literaturzeitschriften

 Rezensionen


 Home, sweet Home
Copyright Sabrina Ortmann und Enno E. Peter 1998-2005
Impressum
Kontakt:
info@berlinerzimmer.de