Wie bringe ich meine Zeitschrift ins WWW?

 

Achtung dieser ist Text ist von 1996 und berücksichtigt nicht mehr den aktuellen Stand der Technik 

Wie bringe ich meine Zeitschrift*
ins World Wide Web?

(* Zeitung/Magazin/Fanzine etc.)

Eine kurze Einführung von Enno E. Peter

Diese Einführung setzt voraus, daß Du mit Computern und dem Internet umgehen kannst. Kannst Du das nicht, such Dir jemanden, der es kann. Bitte nicht mich. Los geht's! Du hast also eine Zeitung, die bereits gedruckt erscheint oder willst eine neue im WWW herausbringen? Gut! Das World Wide Web bietet besonders kleinen Zeitschriften große Vorteile, denn die Leser rufen die Zeitung bei Dir ab; du mußt sie nicht drucken und verschicken. Der Nachteil ist, daß Du erst mal jemanden finden mußt, der einen Internetzugang besitzt und WWW-Seiten anbieten kann. Du solltest überlegen, ob sich jemand für deine Zeitung im Internet interessiert, bzw. ob die Leser, die Du haben willst, einen Internetzugang nutzen.

  1. Autoren über Veröffentlichung im WWW unterrichten

    Autoren müssen Dir grundsätzlich die Erlaubnis erteilen, einen Text zu veröffentlichen. Das trifft auch für das WWW zu. Frag also, bevor Du einen Text veröffentlichst. Wenn Du sicher gehen willst, schreibe einen Autorenvertrag. Wenn Du Geld hast, zahle zusätzliche Honorare für die Veröffentlichung im WWW.

  2. Bestimmen in welcher Form die Texte vorliegen

    Wenn Du ein Magazin herausgibst, daß in gedruckter Form erscheint, wirst Du dafür eine Textverarbeitung oder ein DTP-Programm verwenden, das ein bestimmtes Datenformat nutzt wie z.B. WORD oder RTF o.ä.

  3. Textdateien konvertieren

    Die Seiten im WWW sind in einer eigenen Seitenbeschreibungssprache erstellt, die sich HTML nennt. Das HTML-Format läßt sich am einfachsten erzeugen, indem man bestehende Dateien in dieses Format konvertiert. Dazu gibt es Programme, die Freeware oder Shareware sind. Einige gibt es nur in UNIX-Versionen, viele aber auch für DOS.
    Am einfachsten ist wahrscheinlich der Weg über das sogenannte Rich Text Format (RTF). Jede Textverarbeitung kann Texte in diesem Format abspeichern (wenn nicht besorg Dir eine!). RTF-Dateien enthalten neben dem Text auch Auszeichnungen und Formatierungen. Es gibt mehrere Programme die RTF nach HTML konvertieren können, aber auch für viele andere Dateiformate existieren mehr oder weniger gute Konverter. Zieh Dir das Programm aus dem Internet und teste es mit einer typischen Seite, die alle Formatierungen und Auszeichnungen enthält, die in deiner Zeitung vorkommen (z.B. Fettdruck, Gliederungspunkte, Aufzählungen etc.) Einige Einschränkungen sind bei HTML vorhanden. Z.B. kann zur Zeit noch kein mehrspaltiger Satz verwendet werden.
    Konvertiere die Testseite und schau sie Dir mit Netscape und Mosaic und anderen Browsern an. Meistens muß eine Seite manuell bearbeitet werden. Versuche das zu minimieren, da es sehr viel Zeit erfordert. Einige Programme teilen die Dokumente in Seiten ein und erstellen Inhaltsverzeichnisse.

  4. HTML-Seiten mit Editoren erstellen

    Wenn die Texte noch nicht in elektronischer Form vorliegen, kannst Du auch einen HTML-Editor benutzen, um Deine Seiten zu erstellen. Ein HTML-Editor unterstützt Dich bei der Verwendung der richtigen HTML-Kommandos. Prinzipiell kannst Du auch einen normalen Texteditor verwenden, das ist aber recht mühsam, da Du sämtliche Befehle per Hand eingeben mußt.

  5. Soll das gesamte Medium übertragen werden?

    Am Bildschirm längere Texte zu lesen, ist meistens nicht besonders sinnvoll. Einen Roman von 500 Seiten per WWW anzubieten ist deshalb wenig sinnvoll. Überlege Dir also, was und wieviel Du veröffentlichen willst. Sollen die Leser die gedruckte Ausgabe bestellen oder vielleicht als Postscriptdatei herunterladen und ausdrucken können?

  6. Grafiken scannen und nach GIF oder JPEG abspeichern

    Wenn Du Grafiken und Bilder verwenden willst, mußt Du sie einscannen oder direkt am Computer zeichnen. Abspeichern mußt Du die Grafiken im GIF oder JPG-Format(Mosaic unterstützt kein JPG). Verwende eine geringe Farbtiefe, also nicht Truecolour sondern eher 256 Farben. Die Bilddateien werden sonst zu groß und die Übertragung dauert zu lange, besonders für Leute, die mit dem Modem ins Internet gehen.

  7. Zeitung konvertieren

    Übertrage deine Zeitung, lies sie Korrektur und such dir Testleser. Hör Dir ihre Meinung an. Mach deine WWW-Seiten öffentlich.

  8. Bekanntmachung innerhalb und außerhalb des Netzes

    Deine Veröffentlichung nützt wenig, wenn keiner davon weiß. Such Dir thematisch passende Newsgroups, Mailinglisten und andere WWW-Seiten. Schreibe über deine Seite, veröffentliche die WWW-Adresse. Such dir Kataloge wir Yahoo oder www.web.de und trag deine Zeitung dort ein.

  9. Welchen Zusatznutzen kann man anbieten?

    Eine reine Übersetzung einer Zeitung ins WWW ist noch nicht besonders spannend. Überlege, welchen Zusatznutzen Du anbieten kannst: Verweise auf andere Seiten, eine Suche in deinem Datenbestand, ein Leserforum o.a.

  10. . Wie finanziere ich mein Projekt?

    Nun da gibt es mehrere Möglichkeiten. Entweder die Leser zahlen oder die Autoren. Vielleicht findest Du auch Sponsoren oder kannst Werbung aufnehmen.

Viel Spaß Ihr "Citizen Kanes" da draußen. Enno


 


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