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Literarischer Salon Britta Gansebohm

(Achtung, der Text bezieht sich noch auf das Podewil. Der Salon ist mittlerweile ins BKA umgezogen)

Inzwischen eine Top-Adresse unter den Literatur-Salons in Berlin, die nach 1990 recht zahlreich entstanden waren. Nicht alle haben überlebt. Britta Gansebohm aber ist es gelungen, eine alte Berliner Tradition wieder zum Leben zu erwecken. Was ihren seit 1995 existierenden Salon von denen vor 200 Jahren unterscheidet, ist nicht zuletzt das Eß- und Trinkangebot: statt Butterbrote, Limonade und `Thee´ wie bei Henriette Hertz und Rahel Varnhagen, kredenzt sie Party-Knabberzeug und Wein. Ich hoffe, sie entdeckt eines Tages auch wieder das sog. "Blancmanger", ein wundersüßes Mandelgelée, dann bleibe ich gleich da. Cool ist eben, und das gehört zum Salon, die kultivierte Geselligkeit, das geistvolle Gespräch zwischen Menschen unterschiedlichster Art und Weltanschauung. Da treffen sich dann Musiker und Künstler, Autoren und Akademiker, smarte Jungunternehmer und Lebenskünstler mit Haarschopf und Filzhut, und natürlich die immer versträhnten, soeben aus Bibliotheken herbeigeeilten, Studentinnen. Was wäre Literatur ohne schöne Frauenspersonen! Gut, daß die Germanistin und Theaterwissenschaftlerin Gansebohm im dezenten Nadelstreifenanzug dann mit charmanten, knappen Worten moderiert. Sie wollte immer einen öffentlichen Raum für Begegnungen und Gespräche schaffen, für Alt und Jung, für Ost und West. Den nutzt sie, um junge Autoren mit ihren ersten Büchern vorzustellen. 

Auf den runden Bistro-Tischchen mit ihren grünen Samtdecken räkeln sich rote und gelbe Rosen in Vasen, laden Salzstangen und Kekse zum Naschen ein, glosen Kerzenflammen in Gläsern. Hellrote Plastestühle arrangieren sich mit beigen Lederfauteuils zu einem behaglichen, bewusst anachronistischen Ambiente. Der Dichter deklamiert inzwischen Dichtes. Die Atmosphäre im Club ist, im Kontrast zur draußen tobenden Leipziger Straße, friedlich und ruhig. Anders geht es heutzutage auch nicht mehr - und das ist das Verdienst der Gastgeberin. 

Wer mit U-Bahn oder Auto in der Klosterstraße, einer der ältesten Straßen Berlins, ankommt, wird über das Podewilsche Palais mit seiner barocken Fassade inmitten der anderen grauen Zweckbauten angenehm überrascht sein. Bereits im 13. Jahrhundert stand an dieser Stelle ein Lehmfachwerkhaus. 1701-04 wurde das heutige prachtvolle Palais von dem Barockarchitekten Jean de Bodt erbaut, 1732 von dem preußischen Graf Heinrich von Podewils (1695-1760), Träger des bombastischen Titels "Wirklicher Geheimer Kriegs-, Etats, und Kabinett-Minister", gekauft und nach ihm benannt. 1874 wurde das Haus vom Magistrat Berlins erworben und diente seitdem öffentlichen und gemeinnützigen Zwecken. Museum, Gas- und Wasserwerke, Sparkasse, Militärbüro, Bezirksamt, "Haus der Freien Deutschen Jugend", "Haus der jungen Talente", sind nur einige Stationen in der wechselhaften Geschichte des Hauses. Zwei Jahre nach der Vereinigung begann das "Podewil. Zentrum für aktuelle Künste Berlin" als internationales Kulturzentrum zu arbeiten. 

Ein angemessener Rahmen für den Literarischen Salon unserer Tage. Er hält die Neugier an Ideen und literarischer Kreativität lebendig. Autoren wurden hier vorgestellt und entdeckt. Wild durcheinander zitiert: Jan Peter Bremer, Kathrin Röggla, Stephan Krawzyk, F. C. Delius, Michael Rutschky, John von Düffel, Volker Kaminski, Felicitas Hoppe, Ulrich Enzensberger, Steffen Jacobs, Thomas Lehr, Judih Kuckart, Peter Wawerzinek, Terézia Mora, Ulrich Peltzer, Thomas Kapielski. 

Mancher ist Manchem bekannt. Oder: Mancher wird Manchem bekannt werden. Und das gilt viel für einen Literarischen Salon. 

Das Publikum diskutiert und fragt. Nachdem man sich in der Pause mit neuen Getränken an der Bar versorgt hat, geht die Diskussion munter weiter in den Abend hinein. 

Literarischer Salon Britta Gansebohm
BKA-Theater am Mehringdamm 34, Berlin-Kreuzberg  Kartentelefon: 030 - 20 22 007
Info: www.salonkultur.de

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